Schuppenkarpfen

Schuppenkarpfen – Merkmale, Verbreitung, Nahrung & Fortpflanzung

Schuppenkarpfen – Der Karpfen mit den meisten Schuppen unter allen Karpfenarten

Schuppenkarpfen – Schuppenkarpfen sind eine direkte Nachzucht des Wildkarpfens und fallen wie der Name vermuten lässt, durch ihr vollständig erhaltenes Schuppenkleid am Körper auf. Sie haben keine Zähne im Maul, sondern besitzen nur die sogenannten Schlundzähne zum Knacken von harter Nahrung wie Muscheln, Schnecken, Krebsen oder unseren Boilies als Karpfenköder. Wie viele andere Fischarten verfügen auch diese Karpfen nicht über eine Fettflosse. Der Schuppenkarpfen kann bis zu 40 Kilogramm schwer und bis zu 1,30 Meter lang werden. Auffallend ist beim Schuppenkarpfen der höher und breiter geformte Rücken und verhältnismäßig runde, dickere Bauch als bei anderen Karpfenarten.

Merkmale beim Schuppenkarpfen

Ein bulliger Schuppenkarpfen

Ein bulliger Schuppenkarpfen

Der Schuppenkarpfen ist ein Friedfisch der ausschließlich im Süßwasser vorkommt. Er hat an seinem nicht bezahnten Maul 4 Barteln, wovon 2 länger und 2 kürzer sind. Sein Maul wirkt vorgestülpt und ähnelt einem kleinen Rüssel. Auffallend ist bei diesem Karpfen die große Rückenflosse, die vor allem durch den viel höheren Rücken als bei der Wildform zum Augenmerk wird. Der Körper des Schuppenkarpfen ist vollständig mit Schuppen bedeckt, was ihn von anderen Arten beim Karpfen unterscheidet und namensgebend gilt. Er verfügt über für den Betrachter nicht sichtbare Schlundzähne, mit denen er seine Nahrung zerkleinert. Schuppenkarpfen sind beliebte Sportfische und für den Angler eine liebgewonnene und gerne gefangene Herausforderung.

Verbreitung der Schuppenkarpfen

Schuppenkarpfen sind auf der ganzen Welt verbreitet. Außer in Australien erfreuen sie sich weltweit großer Beliebtheit. In Australien hingegen gelten Schuppenkarpfen als Schädlinge und dürfen nicht ausgesetzt werden. Warme, stehende oder minimal fließende Gewässer gehören zum bevorzugten Lebensraum dieser Karpfen. Dabei werden pflanzenreiche Gewässer mit schlammigem Grund bevorzugt. Ursprünglich stammen Schuppenkarpfen aus Asien und wurden von den alten Römern weltweit verbreitet. Sie fanden auch ihren Weg nach Europa und können in Baggerseen und anderen Gewässern auffindbar sein. Der Schuppenkarpfen hat neben dem Hecht kaum natürliche Feinde. Ab 5 Kilogramm fällt der Karpfen Fressfeinden – mit Ausnahme von Wallern – nicht mehr zum Opfer und kann friedlich mit anderen Fischarten zusammen im Gewässer leben.

Nahrung der Schuppenkarpfen

Der Schuppenkarpfen ist kein reiner Pflanzenfresser. Auch wenn er Pflanzen bevorzugt, ernährt er sich ebenso von Würmern, Insektenlarven und kleinen Krebsen. Auffallend bei dieser Karpfenart ist, dass sie praktisch den ganzen Tag frisst und ständig mit der Nahrungssuche beschäftigt ist. Die Nahrungssuche beschränkt sich nicht nur auf die Tiefen des Sees, sondern wird auch am Gewässerrand fortgeführt. Hier finden Schuppenkarpfen neben Pflanzen auch ufernah lebende Kleintiere die auf dem Speiseplan stehen. Der Schuppenkarpfen schluckt sein Nahrung nicht im Ganzen, sondern zerkleinert sie mit den Schlundzähnen. Aus diesem Grund können Schuppenkarpfen auch größere Nahrung zu sich nehmen und diese nach dem Verzehr zerkleinern. Aufgrund der Menge an Futter, die diese Karpfenart vertilgen kann, wird er häufig auch als Wasserschwein bezeichnet.

Gute Köder zum Angeln auf Karpfen findest Du hier: Karpfenköder

Fortpflanzung der Schuppenkarpfen

Von Mai bis Juli legen die Weibchen zwischen 100.000 – 300.000 Eier ab. Bei 15-20° Wassertemperatur entwickeln sich aus dem meist am Uferrand abgelegten Laich innerhalb von 3-5 Tagen kleine lebensfähige Karpfen. Schuppenkarpfen betreiben keine Brutpflege. Anfangs ernähren sich die jungen Schuppenkarpfen vom Dottersack, von Zooplankton, Pflanzen und Samen. Da diese Karpfen keine Brutpflege betreiben, sind viele frisch geschlüpfte Jungtiere durch ihre Fressfeinde gefährdet. Die natürliche Fortpflanzung ist auch in mitteleuropäischen problemlos möglich, sofern die Wassertemperatur 15° übersteigt und sich die Gegebenheiten im Lebensraum anbieten.

Wir hoffen, dass Dir der Bericht über den Schuppenkarpfen gefallen hat und würden uns freuen, Dich häufiger auf unserer Karpfenseite als Gast begrüßen zu dürfen.

Dein Angeln auf Karpfen Team